Tod dem König

"Der Feind naht heute Morgen!"

Des Königs Stirn zerfurcht von Sorgen.

"Es liegt allein in eurer Hand

zu retten unser Vaterland!"

 

Auf ihrem schwarzen Ross indessen

ist die Königin schnell aufgesessen

Schickt Blicke finster wie die Nacht

Dess Königs Tod ist bald vollbracht

 

Sie schickt einen geheimen Boten

an die Front zu all den Toten

Die da fallen bei solch einer Schlacht

doch bald der Sieg hier Allen lacht

 

Der Bauernstand zieht aus in grosser Scharr´

"Der Tod gilt allein dem Königspaar

gibts auch Verluste ohne Ende,

Sieg unsereins bringt dann die Wende!"

 

Im Herzen trug die Königin eine List

"Schleich dich ein, Läufer - sag du bist

ein tapfrer treuer Edelmann,

der Königsleben retten kann!"

 

"Wenn er dir dann erst Mal vertraut

und seine Hoffnung auf dich baut,

dann ist gekommen unsre Zeit

unser Sieg ist nichtmehr weit!"

 

Das schwarze Ross trägt seinen Reiter,

die Königin, zum Hügel weiter

Mit einem Blick in dess Königs Tal

läßt sie aufblitzen Schwertes Stahl

 

Die Schlacht ist blutig, keine Frage

bringt den König in schlimme Lage

"Ich übernehme hier ab jetz!"

Dess Königs Scharr ist schwer verletzt.

 

Mitten in der tiefsten Nacht

die Dame greift nach Königsmacht,

mit Bauern, Reitern ganz verstohlen

im schwarzem Gewand auf leisen Sohlen.

 

Die Turmuhr schlägt, es kräht der Hahn

"Gleich ist die Arbeit hier getan!"

Der König flieht, noch kann er aus

ein einz´ger Weg führt ihn noch raus!

 

Ein falscher Schritt, nun kein Versteck

"Alter König, jetzt verreck´!"

"Aus das Spiel" schreit nun die Meute

"Kein König mehr, für uns ab heute !"

 

Die Königin aus dem finsteren Reich

versetzt dem Herrn den Todesstreich

"Das wars auch für dich" lacht Hanna Huber

"Schachmatt für dich, mein Hänschen Gruber! "

 

20.2.07 18:11

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